Mit Shared Decision Making zur passenden MS-Therapie

Shared Decision Making (SDM) bei Multipler Sklerose (MS) bedeutet: Du triffst die Entscheidung für Deine MS-Therapie zusammen mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt. So findet Ihr gemeinsam heraus, welche Behandlung medizinisch sinnvoll ist und am besten zu Deinem Alltag, Deinen Bedürfnissen und Deinen Zielen passt.

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Zusammenfassung

Das Wichtigste auf einen Blick

Das Wichtigste auf einen Blick

Shared Decision Making (vom Englischen für gemeinsame Entscheidungsfindung) bedeutet, dass Du aktiv in die Wahl Deiner MS-Therapie einbezogen wirst. So kannst Du gemeinsam mit Deinem Behandlungsteam herausfinden, welche Behandlung medizinisch sinnvoll ist und gleichzeitig zu Deinem Alltag, Deinen Bedürfnissen und Deinen persönlichen Zielen passt.

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Was bedeutet Shared Decision Making bei MS?

Shared Decision Making bedeutet: Du triffst die Entscheidung für Deine MS-Therapie gemeinsam mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt. Es geht also nicht darum, eine Empfehlung einfach nur zu übernehmen, sondern darum, die Behandlung zusammen auszuwählen. So kann eine Entscheidung entstehen, die neben der medizinischen Einschätzung auch berücksichtigt, was Dir persönlich wichtig ist und in Deinen Lebensalltag passt.

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Nach der Diagnose der Multiplen Sklerose fühlen sich viele Informationen erst einmal überwältigend an. Shared Decision Making hilft dabei, Ordnung in diese Situation zu bringen, Antworten zu finden und früh eine wirksame Behandlung zu beginnen.
So wird aus einer allgemeinen Therapieempfehlung eine Entscheidung, die besser zu Deiner Lebensrealität passt.

Dabei bringen beide Seiten wichtiges Wissen mit. Deine Ärztin oder Dein Arzt kennt die medizinischen Optionen, Du kennst Deinen Alltag, Deine Sorgen, Deine Pläne und Deine Prioritäten. Erst wenn beides zusammenkommt, kann eine Therapieentscheidung wirklich gemeinsam getroffen werden.


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Warum ist Shared Decision Making bei MS wichtig?

Shared Decision Making ist bei MS wichtig, weil es oft mehrere Therapieoptionen gibt und im Krankheitsverlauf immer wieder Entscheidungen anstehen, bei denen nicht nur medizinische Aspekte zählen, sondern auch persönliche Präferenzen. 1

Das Problem ist: Was medizinisch gut geeignet ist, muss nicht automatisch auch im Alltag gut für Dich funktionieren. Die gemeinsame Entscheidung hilft dabei, eine Behandlung zu finden, die sowohl fachlich sinnvoll als auch für Dich langfristig tragbar ist.

Viele Menschen mit MS möchten verstehen, warum eine bestimmte Therapie empfohlen wird. Genau hier setzt Shared Decision Making an: Du stellst Deine Fragen, kannst Vor- und Nachteile besser einordnen und Deine Sicht einbringen. Das schafft mehr Klarheit und kann helfen, sich mit der Entscheidung sicherer zu fühlen.

Wichtig ist das auch deshalb, weil eine MS-Therapie meist nicht nur für den Moment gewählt wird. Sie beeinflusst oft den Alltag über längere Zeit, zum Beispiel durch Kontrolltermine, Verabreichungsformen oder die Dauer der applikationsfreien Zeit zwischen den Anwendungen. Je besser eine Therapie zu Deinem Leben passt, desto leichter kann es Dir fallen, die Behandlung konsequent zu verfolgen.


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Wie kann ich bei der MS-Therapie mitentscheiden?

Du kannst bei der MS-Therapie mitentscheiden, indem Du Deine Fragen, Wünsche und Bedenken aktiv ins Gespräch einbringst. Viele Menschen denken, sie müssten im ärztlichen Gespräch vor allem zuhören. Tatsächlich ist es hilfreich, klar zu sagen, dass Du die Entscheidung verstehen und mittragen möchtest.

Mitentscheiden heißt nicht, dass Du allein entscheiden musst. Es bedeutet, dass Ihr gemeinsam besprecht, welche Behandlungen infrage kommen und welche davon am besten zu Deiner Situation passt. Die Grundlage bildet immer die Empfehlung Deiner Ärztin oder Deines Arztes.

Hilfreich ist es, schon vor dem Termin zu überlegen, was Dir besonders wichtig ist. Möchtest Du im Alltag möglichst wenig Therapieaufwand haben? Machen Dir bestimmte Risiken Sorgen? Gibt es Themen wie Beruf, Familienplanung, Mobilität oder Planbarkeit, die bei der Entscheidung eine große Rolle spielen? Je klarer Du das benennen kannst, desto leichter kannst Du mitentscheiden.


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Welche Fragen sollte ich im ärztlichen Gespräch zur MS-Therapie stellen?

Eine gute erste Frage ist: Welche Behandlungsmöglichkeiten habe ich überhaupt? So startest Du mit einem klaren Überblick in das Gespräch und schaffst die Grundlage für die weitere Entscheidung. Denn erst wenn Du die möglichen Optionen kennst, kannst Du besser verstehen, worin sie sich unterscheiden und was davon zu Deiner Situation passen könnte.

Ebenso wichtig ist die Frage: Welche Vorteile und Nachteile haben die einzelnen Therapien für mich? So lässt sich besser verstehen, worin sich die Behandlungen unterscheiden und welche Punkte für Deinen Alltag besonders relevant sind. Das hilft, nicht nur abstrakte Informationen zu sammeln, sondern die Optionen konkret auf Deine Situation zu beziehen.

Sehr hilfreich ist auch die Frage: Wie wahrscheinlich sind Nutzen und mögliche Nebenwirkungen in meinem Fall? Denn allgemeine Informationen fühlen sich oft schwer greifbar an. Wenn das Gespräch stärker auf Deine persönliche Situation bezogen wird, wird die Entscheidung meist verständlicher und alltagsnäher.

Sinnvoll können außerdem Fragen sein wie: Wie wird die Therapie angewendet? Wie oft sind Kontrollen nötig? Was passiert, wenn die Behandlung nicht gut zu mir passt? Solche Fragen helfen, die Entscheidung nicht nur medizinisch, sondern auch praktisch zu betrachten.

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3 Fragen für Deine Therapieentscheidung bei Multipler Sklerose:  2


●    Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen mir zur Verfügung?
●    Was spricht jeweils dafür, was dagegen?
●    Und was bedeutet das für mich persönlich in meinem Alltag?
 


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Wie bereite ich mich auf eine Therapieentscheidung bei MS vor?

Am besten bereitest Du Dich vor, indem Du Dir vor dem Termin Notizen machst. Im Gespräch selbst fällt vielen Menschen nicht alles ein, was sie eigentlich fragen wollten. Eine kurze Liste mit Fragen, Sorgen und Themen, die Dir wichtig sind, hilft dabei, im Termin den Überblick zu behalten.

Hilfreich ist auch, Dir vorab über Deine Prioritäten klar zu werden. Was ist Dir im Alltag besonders wichtig? Möchtest Du möglichst flexibel bleiben? Legst Du Wert auf eine bestimmte Form der Anwendung oder ist Dir vor allem wichtig, Dich mit der Entscheidung sicher zu fühlen? Wenn Du das schon für Dich sortiert hast, lässt sich im Gespräch gezielter abwägen.

Manchen Menschen hilft es außerdem, eine vertraute Person zum Termin mitzunehmen oder sich direkt nach dem Gespräch Notizen zu machen. So gehen wichtige Informationen nicht so leicht verloren. Gerade bei einer neuen Diagnose kann es entlastend sein, Entscheidungen nicht nur im Moment des Gesprächs verarbeiten zu müssen.

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Unterstützung für Deine Therapieentscheidung bei MS


Um Dich über MS-Therapien zu informieren und damit den Entscheidungsprozess zu unterstützen, kann Künstliche Intelligenz (KI) eine große Hilfe sein, indem sie:


●    komplexe medizinische Informationen verständlich aufbereitet
●    individuelle Präferenzen in die Therapieplanung einbezieht
●    bei der Vorbereitung auf ärztliche Gespräche hilft


Einblicke in die Möglichkeiten und Grenzen von KI in der gemeinsamen Entscheidungsfindung sowie konkrete Fallbeispiele erhältst Du in unserem KI-Whitepaper.

 

Neugierig geworden? Den KI-Begleiter bei MS kannst Du Dir kostenlos herunterladen.
 


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How-to-Guide: 6 Tipps für das ärztliche Gespräch zur MS-Therapie

So triffst Du Schritt für Schritt die passende Therapieentscheidung bei MS

1. Verschaffe Dir einen Überblick über Deine Möglichkeiten.
Lass Dir von Deiner Ärztin oder Deinem Arzt erklären, welche MS-Therapien für Dich grundsätzlich infrage kommen. Wichtig ist, nicht nur eine Empfehlung zu hören, sondern auch zu verstehen, welche Alternativen es gibt.

2. Überlege Dir, was Dir im Alltag wichtig ist.
Mach Dir vor dem Gespräch bewusst, was für Dich bei einer Therapie besonders zählt. Das können zum Beispiel Wirksamkeit, mögliche Nebenwirkungen, die Art der Anwendung oder die Vereinbarkeit mit Beruf und Familie sein.

3. Schreibe Deine wichtigsten Fragen auf.
Notiere Dir vor dem Termin, was Du verstehen möchtest. So geht im Gespräch nichts unter und Du kannst gezielter nachfragen. Nutze zur strukturierten Vorbereitung MS-Apps wie Brisa oder Künstliche Intelligenz.

4. Sprich offen über Wünsche und Bedenken.
Sag klar, wenn Dir etwas Sorgen macht oder wenn Du Dir bei einer Option unsicher bist. Eine gute Therapieentscheidung berücksichtigt nicht nur medizinische Fakten, sondern auch Dein persönliches Sicherheitsgefühl.

5. Triff die Entscheidung nicht nur „irgendwie“, sondern bewusst.
Am Ende sollte klar sein, warum Ihr Euch für eine bestimmte Therapie entschieden habt. Wenn Du die Gründe nachvollziehen kannst, fällt es oft leichter, den Weg mitzutragen.

6. Prüft später gemeinsam, ob die Entscheidung noch passt.
Die passende Therapie muss nicht für immer dieselbe bleiben. Deshalb ist es sinnvoll, regelmäßig gemeinsam zu schauen, ob die Behandlung weiterhin zu Deiner Situation passt.

Inhaltlich geprüft: M-DE-00030524


Quellenverzeichnis

  1. Rahn, AC et al. Int J MS Care. 2020;22:285. 

  2. Ubbink, DT et al. Front Neurol. 2022;13:1063904.


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