Zurück
Diagnose

Tiefer Einblick: MRT-Kontrolle deckt MS-Krankheitsaktivität auf

6 Minuten

Veröffentlicht am 20.11.2017 von trotz ms Redaktion

Regelmäßige Kontrollen sind das A und O – egal ob es um die Gesundheit Deiner Zähne oder um Deine MS geht. Dein Neurologe sollte daher regelmäßig überprüfen, ob Deine MS aktiv ist. Nur so kann er bei Zeichen von Krankheitsaktivität Deine Therapie anpassen.

Frau schaut durch Lupe

Die regelmäßigen Kontrolltermine zeigen Deinem Arzt, wie Du auf Deine Therapie ansprichst.

Verborgene Krankheitsaktivität

Auch wenn Du gerade keine Symptome spürst, kann es immer sein, dass die MS unter der Oberfläche weiter aktiv ist und unbemerkt Deine Nerven schädigt. Um die Krankheitsaktivität besser zu verstehen, lässt sich die MS mit einem Eisberg vergleichen. Von diesem ist nur die Spitze zu sehen, also die spürbaren Symptome. Im Verborgenen unter Wasser, zwischen den Schüben, können die Entzündungsprozesse dennoch weiter voranschreiten und Nervengewebe schädigen. Das bedeutet, auch wenn Du gerade keinen Schub hast, kann die Krankheit unter der Oberfläche weiterhin aktiv sein.

Es kann also jederzeit zu neuen Entzündungen kommen. Obwohl es Dir lange Zeit richtig gut gehen kann und keine größeren Einschränkungen auftreten. Am besten sprichst Du mit Deinem Arzt, damit er Deinen Krankheitsverlauf regelmäßig durch ein MRT überprüft. So kann er gegebenenfalls Deine Therapie anpassen.

MRT deckt Entzündungen auf

Einen wichtigen Stellenwert bei der Überwachung Deiner MS nimmt die Magnetresonanztomografie (MRT) ein. Damit lassen sich Querschnittsaufnahmen Deines Gehirns erstellen. Auf deren Grundlage kann Dein Arzt genau erkennen, ob Deine MS neue Entzündungsherde (Läsionen) gebildet hat oder bereits vorhandene Entzündungen noch aktiv sind. Von außen lässt sich die Krankheitsaktivität nur feststellen, wenn Rückfälle oder Einschränkungen zunehmen. Dann ist es im Prinzip schon zu spät etwas zu unternehmen. Der Grund dafür: Die Krankheitsaktivität führt zu einem Verlust von Gehirngewebe. Das führt zu einem Abbau der neurologischen Leistungsreserven, weil das Gehirn die von den beschädigten Hirnarealen geleisteten Aufgaben auf neue Gehirnareale überträgt. Sind die neurologischen Leistungsreserven aufgebraucht, nehmen die Symptome wie Fatigue, Kognitions-, Empfindungs- oder Koordinationsstörungen zu.

Engmaschige MRT-Kontrollen für die optimale MS-Therapie

Bevor Dein Wohlbefinden derart eingeschränkt ist, gilt es vorzubeugen. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig MRT-Aufnahmen erstellen zu lassen. Wenn Du Deine Kontrolltermine einhältst, zeigen die Aufnahmen Deinem Arzt, ob Du gut auf Deine Behandlung ansprichst oder eine Krankheitsaktivität vorliegt. Wird nachgewiesen, dass die MS aktiv ist, wird er mit Dir zusammen nach einer alternativen Behandlungsmöglichkeit suchen. Gegebenenfalls erhältst Du eine andere Therapie, die den Krankheitsverlauf wirkungsvoller beeinflusst. Du siehst also, Du kannst viel dazu beitragen, damit Deine MS effektiv behandelt wird.

Wie oft zur MRT-Untersuchung?

Wie häufig Du zur MRT-Kontrolle musst, hängt von Deinem Krankheitsverlauf ab. Nach Beginn der Therapie kann es sinnvoll sein, nach sechs Monaten per MRT zu überprüfen, ob die Behandlung anschlägt. Wenn die Medikamente gut anschlagen, genügt meist eine MRT-Kontrolle pro Jahr. Das ist aber von Patient zu Patient unterschiedlich. Besprich am besten mit Deinem Arzt, wie häufig ein MRT für Dich sinnvoll ist.

Newsletter

Infomaterial

Hier kannst Du schon jetzt Deine trotz ms Materialien vorbestellen. Die kostenfreie Lieferung erfolgt in Kürze.

Zum Infomaterial