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Familie & Partnerschaft

MS kinderleicht erklärt

6 Minuten

Veröffentlicht am 12.10.2021  von  trotz ms Redaktion

MS kann verschiedenste Symptome oder Einschränkungen hervorrufen – nicht alle davon sind sichtbar. Besonders für Deine Kinder ist es wichtig, altersgerechte Informationen zu erhalten, damit sie Dich verstehen und unterstützen können. Hier findest Du einige Tipps dazu.

Ein Vater liegt mit seiner Tochter im Bett und liest aus einem Buch vor

Wenn Du offen mit Deinen Kindern sprichst, kannst Du ihnen Sorgen und Ängste nehmen. Am besten verwendest Du Beispiele und Vergleiche. Eventuell erinnerst Du sie an Situationen, die sie selbst vielleicht schon einmal ähnlich erlebt haben.

Was passiert bei MS im Körper?

Das Gehirn schickt und empfängt Signale an Muskeln und Organe, damit der Körper richtig funktioniert. Das passiert über ein Netz an Nervenbahnen, die alle Teile im Körper miteinander verbinden. Bei Menschen mit MS funktioniert die Signalweiterleitung nicht richtig, da die Nerven durch Entzündungen beschädigt sind. Kommandos vom Gehirn kommen erst später oder gar nicht an. Deshalb kommt es zu verschiedenen Symptomen, wie z. B. zu Problemen beim Gehen oder Greifen.

Empfindungsstörungen einfach erklärt

Ein MS-Symptom sind Empfindungsstörungen in Armen und Beinen. Entzündete oder beschädigte Nerven leiten falsche Informationen zum Gehirn und sorgen so – ohne tatsächlichen Auslöser – für ein Kribbeln in Händen und Füßen. Erinnere Deine Kinder daran, wie sich ihre Füße taub angefühlt haben, als sie eine Weile in der gleichen Position gesessen haben oder wie es gekribbelt hat, als im Garten Ameisen über ihre Füße gelaufen sind. Bei Menschen mit MS verschwindet dieses Gefühl jedoch nicht so schnell wieder.

Fatigue einfach erklärt

Menschen mit MS fühlen sich oft müde und erschöpft, da ihr Gehirn mehr arbeiten muss, wenn die Nervenbahnen beschädigt sind – es muss Umwege suchen und das kostet Zeit und Kraft. So können sogar kleine Alltagsaufgaben sehr anstrengend sein. Bei dieser ausgeprägten Erschöpfung – oder auch „Fatigue“ genannt – helfen manchmal nur Pausen.

Auch mit MS ein schönes Familienleben führen

Mach Deinen Kindern klar: MS ist eine lebenslange, aber keine tödliche Krankheit. Sie ist zwar nicht heilbar, aber gut behandelbar. Zudem gibt es viele begleitende Maßnahmen wie Bewegungstraining, Gedächtnis- oder Sprachübungen. So erhalten Menschen mit MS die bestmögliche Unterstützung für ihre ganz spezielle Situation.

Du möchtest mehr darüber wissen, wie Du Deinen Kindern Dein Leben mit MS erklären kannst? Dann hört Euch den Podcast der DMSG Niedersachsen in Co-Produktion mit dem Theater im OP und dem Stadtradio Göttingen an. Erklärvideos für Familien über das Leben mit MS findet Ihr auf der Webseite von Amsel e. V. und auch ein kostenloses Bilderbuch liefert Dir als Elternteil das Rüstzeug, um kindgerecht über die Erkrankung zu sprechen, Fragen zu beantworten und Ängste und Sorgen zu nehmen.

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