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Alltag & Umgang

Psychisch gesund bleiben bei MS

8 Minuten

Veröffentlicht am 26.01.2021  von  trotz ms Redaktion

Psychische Gesundheit ist wichtig, damit Du Dich trotz MS wohlfühlen und Deinen Alltag, Deine Arbeit und Dein Leben gut meistern kannst. Doch die MS kann ganz verschiedene Beschwerden mit sich bringen, wie Müdigkeit, Fatigue, Konzentrationsstörungen oder Schmerzen, die Dir Energie und Kraft rauben. Hier erfährst Du, was Dir hilft, mental stark und gesund zu bleiben.

Glückliche Frau

Was Deine mentale Gesundheit beeinflusst

Deine mentale Gesundheit ist genauso bedeutend wie Deine physische Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt psychische Gesundheit, auch „mental health“ genannt, als einen „Zustand des Wohlbefindens“, in dem jeder Mensch seine Fähigkeiten und Talente ausschöpfen kann. Mental gesund bist Du in der Lage, Dein Leben auch in schwierigen Zeiten zu meistern, produktiv zu arbeiten und der Gemeinschaft etwas zurückzugeben.

Viele Faktoren beeinflussen Deine mentale Gesundheit und Dein Wohlbefinden. Einige hängen mit der Umgebung, in der Du lebst, zusammen oder mit Deiner Arbeitssituation. Auch Dein soziales Umfeld spielt eine Rolle. Diese Faktoren können sich positiv oder negativ auf Deine psychische Gesundheit auswirken. Wenn Du beispielsweise Freunde und ein gutes soziales Netzwerk hast, das Dich mental unterstützt, kannst Du mit vielen belastenden Situationen besser umgehen. Kommt Deine psychische Gesundheit aus dem Gleichgewicht, bemerkst Du das vielleicht daran, dass Dich Gedanken stark belasten oder Du mit Emotionen, Ängsten oder Beziehungen zu anderen nicht klar kommst. Dauert dieser Zustand länger an, solltest Du etwas dagegen unternehmen. Damit es gar nicht erst soweit kommt, kannst Du einiges tun.

Rechtzeitig gegensteuern – So geht’s!

Wenn Du Dich mental angeschlagen fühlst, ist es wichtig, dass Du ein paar Tricks kennst, die Dir im Notfall helfen, Dich psychisch und damit auch physisch wieder leistungsfähiger zu fühlen. So kannst Du rechtzeitig gegensteuern und Dir selbst in Sachen mentaler Gesundheit erste Hilfe leisten. Du kannst beispielsweise lernen, auf Deinen Körper, aber auch auf Deine mentale Verfassung achtzugeben. Dann kannst Du oft schon im Vorfeld erkennen, dass sich Stress anbahnt und entsprechend handeln, um möglichst ausgeglichen zu bleiben. Ob Entspannungs- oder Achtsamkeitstraining – probiere einfach aus, was Dir am besten hilft, und baue solche Übungen in Deinen Alltag ein. Du wirst rasch positive Veränderungen bemerken.

  • Stress vermeiden oder bewältigen: Ein gutes Zeitmanagement ist die halbe Miete, um Stress zu verringern. Vielleicht kannst Du auch schwierige Aufgaben in Deine leistungsfähigste Zeit, etwa in den Vormittag, legen oder komplett delegieren. Du suchst Anregungen, wie Du effektiv mit Stress umgehen kannst? Unser „Starke Worte“-Redakteur Alex teilt seine Erfahrungen.
  • Kognitions- oder Gedächtnistraining für die psychische Gesundheit: Das Gehirn trainieren macht Spaß, steigert Dein Selbstvertrauen und Dein psychisches Wohlbefinden. Probiere es mal mit diesen Übungen.
  • In Balance bleiben mit Achtsamkeitstraining: Achtsamkeit bringt auch Spitzenmanager wieder rasch auf Kurs. Ein paar Minuten täglich reichen bereits aus, um Dich mental zu stärken. Das geht auch per App – wie zum Beispiel 7mind.
  • Bewegung – Auspowern für die Psyche: Sport und Bewegung haben einen positiven Einfluss, auch auf MS-Symptome wie Fatigue oder Depressionen. Dein Stresslevel kannst Du sofort mit etwas Bewegung senken. Such Dir eine Sportart aus, die Dir Spaß macht, dann fällt es Dir leichter, Dich auch an schlechten Tagen zu motivieren.
  • Entspannungstechniken: Diverse Techniken zur Entspannung findest du im Yoga oder auch durch autogenes Training. Beides kannst du zuhause mit etwas Anleitung üben.
  • Mit Haustieren ins Gleichgewicht: Dein Lieblingstier kann Dich ganz gut auf Trab halten und außerdem für gute Laune und soziale Kontakte sorgen.

Das hilft bei depressiven Verstimmungen

Es gibt aber vielleicht auch Tage, an denen Dir alles zu viel ist. Du magst am liebsten gar nicht erst aufstehen, mittags fühlst Du Dich schon leer und ausgebrannt und kannst Dich auf nichts wirklich konzentrieren. Am liebsten möchtest Du nur noch Deine Ruhe haben und gar keinen sehen? Fast zwei Drittel aller MS-Betroffenen durchlaufen solche Phasen der Erschöpfung und Antriebslosigkeit. Kommt Dir das auch bekannt vor? Versuche trotzdem, in Kontakt mit guten Freunden zu bleiben und Dich nicht vollständig zurückzuziehen. Denn gerade Freunde, Familie und ein stabiles soziales Netzwerk können Dir in schwierigen Phasen eine wichtige emotionale Stütze sein. Wenn Du dauerhaft mit depressiven Verstimmungen zu kämpfen hast und Deine Lebensqualität so eingeschränkt wird, lass Dir vom Profi helfen. Scheu Dich nicht, sondern such Dir möglichst frühzeitig professionelle Hilfe. Psychotherapeuten sind darauf spezialisiert, Dir auch in diesen MS-bedingten depressiven Phasen zu helfen.

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