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Grundlagen

Wenn plötzlich die Stimme wegbleibt: Sprechstörungen bei MS

4 Minuten

Veröffentlicht am 15.09.2017  von  trotz ms Redaktion

Sprechstörungen sind ein typisches Symptom der MS. Sie treten häufig aber erst in einem späteren Stadium der Erkrankung auf.

Frau mit Blume im Mund

Probleme beim Sprechen

Du weißt genau, was Du wem wie sagen willst. Aber irgendwie klingt die Stimme rau oder nasal, Du sprichst zu laut oder zu leise, zu hoch oder zu tief. Oder Dein Gegenüber versteht Dich nicht, weil Deine Worte sehr undeutlich und verwaschen klingen. Zu solchen Sprechstörungen, sogenannten Dysarthrien, kommt es, weil das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Muskeln und Nerven, die an der Sprechmotorik beteiligt sind, beeinträchtigt ist. In der Regel treten Sprechstörungen aber erst bei einer bereits fortgeschrittenen MS auf, oft auch in Kombination mit Schluckstörungen oder einer Ataxie.

Sprechstörungen sind abzugrenzen von Sprachstörungen, bei denen das Sprachvermögen – also das Verstehen und Verarbeiten von Sprache sowie die Wortfindung, Satzbildung und Sinngebung – gestört ist.

Was hilft bei Sprechstörungen?

Wenn Du unter Sprechstörungen leidest, kann Dir ein Logopäde helfen. Hier lernst Du beispielsweise, die Sprechgeschwindigkeit und die Stimmlage zu steuern. Auch Entspannungstechniken haben sich als nützlich erwiesen: Denn Hektik, Stress und Anspannung können Sprechstörungen durchaus verstärken. In seltenen Fällen können Sprechstörungen so gravierend sein, dass bestimmte Hilfsmittel erforderlich sind. Trifft das bei Dir zu, kannst Du eine nonverbale Kommunikation mit Mimik und Gestik trainieren. Zusätzlich gibt es verschiedene Hilfsmittel wie Buchstaben- und Bildtafeln oder Computer mit Sprachausgabe.

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