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Grundlagen

Das tut weh! Schmerzen bei Multipler Sklerose

4 Minuten

Veröffentlicht am 15.09.2017  von  trotz ms Redaktion

Plötzlich zuckt es durch den gesamten Körper: Schmerzen sind ein häufiges Symptom der MS. Doch Du musst diese nicht als gegeben hinnehmen.

Finger an einem Kaktus gestochen

Nicht jeder Schmerz ist gleich

Vielleicht hast Du vor allem nachts brennende Schmerzen in den Beinen, vielleicht zuckst Du plötzlich beim Haare bürsten zusammen, weil ein Schmerz durch den gesamten Kopf zieht. Vielleicht tun Dir die Augen oder Deine Muskeln weh. Oder Du leidest immer wieder unter Kopfschmerzen: Mit Schmerzen haben 30 bis 86 Prozent aller MS-Patienten mindestens einmal während der Erkrankung zu kämpfen – in ganz unterschiedlicher Form und Ausprägung.

Dabei unterscheiden Mediziner bei den für MS-typischen Schmerzen in:

  • Direkte Folgen der MS, die durch Schädigungen der Nerven ausgelöst werden, zum Beispiel bei einer Entzündung des Sehnervs, einer Schädigung des Trigeminusnervs, der weitere Bereiche des Kopfes versorgt, oder Sensibilitätsstörungen
  • Indirekte Folgen der MS, die nicht durch Nervenschädigungen ausgelöst werden. Dazu können Spastiken, Krämpfe, Muskel- und Kopfschmerzen oder Fehlhaltungen gehören.

Was hilft bei MS-bedingten Schmerzen?

Um Deine Schmerzen gezielt behandeln zu können, muss der Arzt zunächst einmal die Ursache erforschen. Bei der Therapie können dann sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Verfahren zum Einsatz kommen, etwa eine Physiotherapie oder auch Methoden wie Entspannung, Meditation, oder Hypnose, die auch die seelische Komponente berücksichtigen. Vielleicht hilft es Dir aber auch, Dich in einer Selbsthilfegruppe mit anderen auszutauschen und von ihnen zu erfahren, wie sie mit Schmerzen umgehen. Das alles kann Dir helfen, weniger Schmerzen zu spüren oder im Alltag besser mit ihnen zurechtzukommen.

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