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Checkliste: Hilfsmittel für die Pflege von MS-Betroffenen

4 Minuten

Veröffentlicht am 23.11.2021  von  trotz ms Redaktion

Führen die Beeinträchtigungen durch die MS zu einer Pflegebedürftigkeit, übernehmen meist Familienangehörige die Betreuung. Um die Pflege zu Hause zu erleichtern, stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Welche es gibt und wer die Kosten dafür übernimmt, erfährst Du in dieser Checkliste.

Welche Pflegehilfsmittel gibt es?

  • Bewegungstrainer: Mithilfe eines motorbetriebenen Bewegungstrainers können Arme oder Beine sowohl passiv als auch aktiv bewegt werden und so beispielsweise zur Verminderung von Spastiken beitragen.
  • Stehhilfen: Ist das selbstständige Stehen beispielsweise durch Spastik oder Muskelschwäche eingeschränkt, können Stehhilfen unterstützen. Regelmäßiges Stehtraining fördert u. a. die Kreislaufregulation, die Verdauung sowie die Knochengesundheit und kann Atemwegserkrankungen, Gelenkverkrümmungen und Druckgeschwüren (Dekubitus) vorbeugen.
  • Pflegebetten: Spezielle höhenverstellbare Betten ermöglichen es, pflegende Tätigkeiten wie Körperhygiene oder Ankleiden rücken- und gelenkschonend auszuüben. Spezielle Matratzen oder Lagerungshilfen können bettlägerige Pflegebedürftige vor Druckgeschwüren schützen.
  • Umsetzhilfen: Hebegurte, Rutschbretter oder Lifter helfen beim Umsetzen der zu pflegenden Person beispielsweise vom Bett auf einen Stuhl oder in die Badewanne. Je nach Wohnsituation kann auch ein Treppenlift hilfreich sein.
  • Duschstuhl: Dieser unterstützt nicht nur die Pflegeperson; je nach Einschränkung kann ein Sitz in der Dusche den Betroffenen auch eine selbstständige Körperpflege ermöglichen.
  • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch: Um die Hygiene bei der Pflege zu Hause zu gewährleisten, stehen Pflegenden Hilfsmittel zum einmaligen Gebrauch zu, wie beispielsweise Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Mundschutz und Bettschutzeinlagen. Hier übernimmt die Pflegekasse monatliche Kosten von bis zu 40 Euro – während der Corona-Pandemie sind es bis zu 60 Euro.

Pflegehilfsmittel beantragen

  • Pflegehilfsmittel dienen der Erleichterung oder Sicherstellung der häuslichen Pflege und werden von der Pflegekasse bezahlt.
  • Voraussetzung für die Beantragung von Pflegehilfsmittel bei der Pflegekasse ist ein anerkannter Pflegegrad sowie die Pflege durch Angehörige oder einen Pflegedienst im häuslichen Umfeld. Eine ärztliche Bescheinigung wird nicht benötigt.
  • Der Antrag auf Kostenübernahme kann schriftlich direkt bei der Pflegekasse gestellt werden.

Darüber hinaus kannst Du als Pflegeperson weitere Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen. Welche, erfährst Du im Beitrag „MS-Pflege zu Hause: Welche Leistungen für pflegende Angehörige gibt es?“

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