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Therapie

Pille, Spritze oder Infusion? Die Verabreichungsformen von MS-Medikamenten

5 Minuten

Veröffentlicht am 03.09.2020  von  trotz ms Redaktion

Eine MS-Therapie zu finden, die auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten ist – das kann manchmal gar nicht so einfach sein. Für die verlaufsmodifizierende Therapie von MS stehen nämlich verschiedene Medikamente zur Verfügung. Diese unterscheiden sich nicht nur in ihrem Wirkstoff, sondern auch in der Form, wie sie verabreicht werden. Die Kenntnis über die verschiedenen Verabreichungsformen kann Dir dabei helfen, zusammen mit Deinem Arzt über Deine individuelle Behandlung zu entscheiden. Nur gut informiert findest Du eine Therapie, um ein Leben nach Deinen Vorstellungen zu führen.

Eislöffel auf türkisem Grund

Die Verabreichungsformen von MS-Medikamenten unterscheiden sich in verschiedener Hinsicht.

In welcher Form kannst Du MS-Medikamente zu Dir nehmen?

Dein Arzt hat Dir sicher erzählt, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, Deine MS zu behandeln. Welche Therapie dabei für Dich in Frage kommt, muss Dein Arzt zusammen mit Dir entscheiden. Dabei bestimmen nicht nur Dein Krankheitsverlauf, sondern auch individuelle Bedürfnisse die Therapie: Reist Du gerne? Bist Du eingebunden in Job und Familie? Möchtest Du Dich so wenig wie möglich um Deine Therapie kümmern? All diese Aspekte können bei der Therapiewahl eine wichtige Rolle spielen.

Neben ihren verschiedenen Wirkstoffen, unterscheiden sich MS-Medikamente in ihrer Verabreichungsform. Dabei gibt es vier verschiedene Wege, ein Medikament aufzunehmen:

  • Die subkutane Injektion: Du spritzt das Medikament in die obere Hautschicht.
  • Die intramuskuläre Injektion: Du injizierst den Wirkstoff in den Muskel.
  • Die orale Aufnahme: Du schluckst das Medikament in Form von Tabletten oder Kapseln.
  • Die Infusion: Du erhältst den Wirkstoff über einen längeren Zeitraum über eine Vene. Die Infusion erfolgt unter ärztlicher Aufsicht.

Wie oft musst Du Deine MS-Medikamente einnehmen?

Um Deinen Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, solltest Du Dein MS-Medikament langfristig und regelmäßig einnehmen. Die Wirkstoffeigenschaften entscheiden über die Darreichungsform und die Häufigkeit der Einnahme. Kommen für Dich nach Empfehlung Deines Arztes mehrere MS-Therapien in Frage, können Deine Lebensgewohnheiten entscheidend sein: Hast Du vielleicht Angst vor Spritzen? Dann wäre eine Therapie in Tablettenform vielleicht für Dich geeignet.

Mehr Freiheit bei der MS-Therapie?

Eventuell wünschst Du Dir eine möglichst lange therapiefreie Zeit und möchtest nicht ständig an die Einnahme Deiner Medikamente denken müssen. Dann profitierst Du von Therapien, die seltener verabreicht werden.

Wirkstoffe in der Übersicht

▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede auftretende Nebenwirkung melden. Bitte melden Sie Nebenwirkungen an die Roche Pharma AG (grenzach.drug_safety@roche.com oder Fax: +49 7624/14-3183) oder an das Paul-Ehrlich-Institut (www.pei.de oder Fax: +49 6103/77-1234).

Vor allem MS-Medikamente, die häufig angewendet werden, können einen Einfluss auf Deinen Alltag und somit auf Deine Lebensqualität haben. Deshalb stehen bei der Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten immer mehr die Bedürfnisse der Betroffenen im Fokus. Kennst Du alle aktuellen Therapieoptionen? Lass Dich von Deinem Behandlungsteam beraten, welche Verabreichungsform für Deine MS und Deine Lebensumstände am besten geeignet ist.

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