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Therapie

Pille, Spritze oder Infusion? Die Darreichungsformen von MS-Medikamenten

5 Minuten

Veröffentlicht am 01.07.2022  von  trotz ms Redaktion

Eine MS-Therapie zu finden, die auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten ist – das kann manchmal gar nicht so einfach sein. Für die verlaufsmodifizierende Therapie von MS stehen nämlich verschiedene Medikamente zur Verfügung. Diese unterscheiden sich nicht nur in ihrem Wirkstoff, sondern auch in der Häufigkeit und Form, wie sie verabreicht und vertragen werden. Die Kenntnis über die verschiedenen Verabreichungsformen der MS-Medikamente kann Dir dabei helfen, zusammen mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt über Deine individuelle Behandlung zu entscheiden. Gut informiert findest Du eine MS-Therapie, die zu dir und deinem Leben passt.

Eislöffel auf türkisem Grund

In welcher Form kannst Du MS-Medikamente zu Dir nehmen?

Deine Ärztin oder Dein Arzt hat Dir sicher erzählt, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, Deine MS zu behandeln. Welche MS-Therapie dabei für Dich infrage kommt, entscheidest Du gemeinsam mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt. Dabei bestimmen nicht nur der Krankheitsverlauf deiner MS, sondern auch Deine individuellen Bedürfnisse die MS-Therapie: Reist Du gerne? Bist Du eingebunden in Job und Familie? Möchtest Du Dich so wenig wie möglich um Deine MS-Therapie kümmern und eine möglichst lange Zeit ohne Therapieanwendung? All diese Aspekte können bei der Therapiewahl eine wichtige Rolle spielen.

Neben ihren verschiedenen Wirkstoffen unterscheiden sich MS-Medikamente in ihrer Verabreichungsform. Dabei gibt es vier verschiedene Wege, ein Medikament aufzunehmen:

  • Die Infusion: Du erhältst den Wirkstoff in festgelegter Geschwindigkeit über eine Vene. Die Infusion erfolgt unter ärztlicher Aufsicht.
  • Die subkutane Injektion: Du spritzt das Medikament in die obere Hautschicht.
  • Die intramuskuläre Injektion: Du spritzt den Wirkstoff in den Muskel.
  • Die orale Aufnahme: Du schluckst das Medikament in Form von Tabletten oder Kapseln.

Wie oft musst Du Deine MS-Medikamente einnehmen?

Um den Krankheitsverlauf Deiner MS günstig zu beeinflussen, solltest Du Dein MS-Medikament langfristig und regelmäßig einnehmen. Die Wirkstoffeigenschaften entscheiden über die Darreichungsform und die Häufigkeit der Einnahme. Kommen für Dich nach Empfehlung Deines Arztes mehrere MS-Therapien infrage, können Deine Lebensgewohnheiten entscheidend sein: Hast Du vielleicht Angst vor Spritzen? Dann kommt eine Therapie, die Du Dir spritzen musst, eher nicht für Dich infrage. Tabletten, die täglich geschluckt werden müssen, erfordern ein hohes Maß an Disziplin. Wenn Du nicht ständig an die Einnahme Deiner MS-Medikamente denken möchtest, profitierst Du von Therapien, die seltener verabreicht werden, wie zum Beispiel eine Infusionstherapie. Diese wird je nach Wirkstoff einmal im Monat oder sogar nur alle 6 Monate verabreicht. Sie ermöglicht Dir also eine maximale Anzahl an Tagen ohne Therapieanwendung.

MS-Wirkstoffe im Überblick

▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede auftretende Nebenwirkung melden. Bitte melden Sie Nebenwirkungen an die Roche Pharma AG unter grenzach.drug_safety@roche.com oder Fax: +49 7624/14-3183 oder an das Paul-Ehrlich-Institut unter www.pei.de oder Fax: +49 6103/77-1234.

Vor allem MS-Medikamente, die häufig angewendet werden, können einen Einfluss auf Deinen Alltag und somit auf Deine Lebensqualität haben. Deshalb stehen bei der Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten immer mehr die Bedürfnisse der Betroffenen im Fokus. Kennst Du alle aktuellen Therapieoptionen? Lass Dich von Deinem Behandlungsteam beraten, welche Darreichungsform für Dich, Deine MS und Deine Lebensumstände am besten geeignet ist.

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