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Lara, MS-Betroffene, 24 Jahre

Betroffene

Suppenzeit – meine Lieblingsrezepte für die dunkle Jahreszeit

11 Minuten

Veröffentlicht am 04.12.2018  von  Lara

In den kälteren Monaten wärmen leckere Suppen besonders. Sie sind schnell und einfach zubereitet, geschmackvoll und abwechslungsreich. Außerdem koche ich Suppen gerne auf Vorrat und friere sie ein oder genieße mehrere Tage das leckere Gericht – perfektes Meal Prep! Heute stelle ich Euch meine Lieblingsrezepte vor.

Warum gerade Suppen

Zum einen wärmen Suppen den ganzen Körper, zum anderen sind Gemüsesuppen tolle Vitaminlieferanten. Gerade in der dunklen Jahreszeit benötigt unser Körper eine Extraportion Vitamine – da tut eine Suppe besonders gut. Aber bitte keine Tütensuppen verwenden, sondern selbst den Kochlöffel schwingen - auch wenn das anstrengender ist, es lohnt sich. So bin ich mir auch ganz sicher, was in der Suppe steckt und vermeide ungesunde Konservierungsstoffe. Außerdem fördern Suppen ein bewusstes und langsames Essen, ein echtes slow food. Ob eine deftige, kräftige Hühnersuppe von Oma oder die leichte Zucchinisuppe mit frischem Gemüse aus dem Garten – bei Suppen bleiben keine Wünsche offen.

Welche Zutaten sind besonders gut?

Gemüsesuppen bieten eine Vielfalt von Möglichkeiten. Mal bereite ich sie stückig zu, mal püriert, mal als Bouillon, mal als Cremesuppe. Aber welches Gemüse bzw. Zutaten soll ich verwenden? Das ist natürlich ganz vom Geschmack abhängig. Ich möchte kurz auf den Einfluss einzelner Zutaten eingehen und erklären wie sie im Hinblick auf die MS gesundheitsfördernd wirken können. Dabei achte ich in erster Linie auf entzündungshemmende und -fördernde Lebensmittel. Für die MS sind natürlich entzündungshemmende Zutaten optimal. Darunter fallen Tomaten, Möhren, Knoblauch und Zwiebeln sowie Chili, Ingwer und Curry. Entzündungsfördernde Lebensmittel sind beispielsweise Zucker und Weißmehl. Diese sollten wir weitestgehend vermeiden – sowohl bei der Suppenzubereitung als auch allgemein in unserer Ernährung.

Kürbiscremesuppe – der Klassiker

Die Kürbiscremesuppe ist der Klassiker unter den Cremesuppen und für mich ein Muss während der dunklen, kalten Jahreszeit. Der Kürbis hat von September bis in den November hinein Saison. Viele verschiedene Arten sind während dieser Zeit auf dem Markt zu finden: Hokkaido, Butternut oder Moschus. Ich verarbeite am liebsten den Hokkaido, dieser muss nämlich nicht geschält werden. Außerdem hat er mit seinem Gewicht von ein bis zwei Kilogramm die ideale Portionsgröße. Im Vergleich zu anderen Sorten hat der Hokkaido besonders viele Nährstoffe, da er weniger Wasser enthält, dafür aber mehr Fruchtfleisch. Wie alle Kürbisse, fördert der Hokkaido Nieren- und Blasentätigkeit und entwässert. Die Kerne des Kürbisses sind außerdem entzündungshemmend.

Für die Zubereitung werden folgende Zutaten benötigt:

  • 500 g Kürbisfleisch (z. B. Hokkaido)
  • 150 g Kartoffeln
  • Lauchzwiebeln, Menge nach Geschmack
  • 30 g Butter
  • 1 l Wasser
  • 1 EL Gemüsepaste (selbstgemacht) oder 1 Gemüsebrühwürfel
  • 1 Becher saure Sahne
  • Gewürze nach Geschmack: Salz, Pfeffer, Kurkuma, Chilli
  • ggf. Kürbiskernöl oder Trüffelöl

Zubereitung:

Den Hokkaido gründlich waschen und anschließend mit der Schale verarbeiten. Bei anderen Kürbissorten: erst schälen und dann weiterverarbeiten. Der Kürbis wird geteilt, klein geschnitten und gewürfelt. Mein Tipp beim Hokkaido oder wenn es einem schwer fällt den Kürbis so zu teilen: Den Kürbis einfach 15 Minuten im warmen Ofen stehen lassen. Danach ist er einfacher zu verarbeiten, da die Schale weicher wird. Die Kartoffeln werden geschält und gewürfelt. Die Lauchzwiebeln werden gewaschen und in kleine Ringe geschnitten.

Anschließend wird die Butter in einem großen Topf geschmolzen und das Gemüse darin angeschwitzt. Dann werden das Wasser, die Gemüsepaste oder der Brühwürfel und die Gewürze dazugegeben. Bei mittlerer Hitze wird die Suppe circa 30 Minuten gekocht. Währenddessen die Kürbiskerne schälen und mit etwas Öl in der Pfanne rösten. Zum Schluss die Suppe pürieren und entweder die saure Sahne in den Topf einrühren oder einen Klecks beim Servieren in den Teller geben. Zur Garnierung einen Schuss Trüffelöl und geröstete Kürbiskerne dazugeben und warm servieren. Guten Appetit!

geteilter Kürbis

Kürbiscremesuppe

Asiatischer Linseneintopf – sättigend und aromatisch

Für mich sind Eintöpfe leckere Suppen mit Einlagen. Deswegen möchte ich hier ein Eintopf-Rezept vorstellen, das in der Herbstküche nicht fehlen darf. Ich finde, Eintöpfe schmecken erwärmt am nächsten Tag sogar noch besser, deshalb koche ich dieses Rezept oftmals in größeren Portionen. In diesem Eintopf sind Linsen die Basis. Linsen liefern dem Körper eine Menge Ballaststoffe und machen schön satt. Wer Probleme mit der Verdauung hat, dem empfehle ich eher rote Linsen statt grüne oder schwarze. Ingwer und Kokosmilch verleihen dem Eintopf einen asiatischen Geschmack. Dem Ingwer werden viele wohltuende Eigenschaften nachgesagt. Die Schärfe des Ingwers regt die Durchblutung an. Außerdem ist Ingwer ein gutes Hausmittel gegen Übelkeit.

Für die Zubereitung werden folgende Zutaten benötigt:

  • 220 g Linsen (z. B. rote Linsen)
  • 2 Stück Paprika (rot, gelb)
  • 150 ml Kokosmilch
  • 400 ml Wasser
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 4 Stück Wiener Würstchen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 TL Senf
  • 1 EL Öl
  • Curry, Salz, Pfeffer
  • 1 EL Gemüsepaste (selbstgemacht) oder 1 Gemüsebrühwürfel

Zubereitung:

Den Ingwer und Knoblauch schälen und klein schneiden. Die Paprika waschen und würfeln. Danach in einem Topf den Knoblauch und Ingwer mit Curry, Senf und Öl kurz dünsten. Anschließend die roten Linsen und die Paprika dazugeben und nochmals kurz dünsten. Das Wasser, die stückigen Tomaten und die Kokosmilch mit den Gewürzen dazugeben und circa 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Währenddessen die Würstchen klein schneiden. Anschließend in den Topf geben und nochmals circa drei Minuten köcheln lassen. Jetzt kann der Eintopf warm serviert werden – guten Appetit!

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen und hoffe, dass Euch die Rezepte ebenso gut gefallen wie mir. Lasst es Euch schmecken!

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