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Andrea, MS-Betroffene, 36 Jahre

Betroffene

Feel the magic: Stressfrei durch die Weihnachtszeit

8 Minuten

Veröffentlicht am 22.11.2018  von  Andrea

Kennst Du das? Auch wenn Lebkuchen und Dominosteine schon gefühlt wieder seit Monaten in den Regalen stehen (kauft das wirklich schon jemand im September?), kommt Weihnachten jedes Jahr meist doch irgendwie überraschend, sodass wir in den Wochen zuvor in die alljährliche Jahresendhektik verfallen. Neben den vielen Erledigungen, die es noch zu tun gilt, jagt gefühlt eine Verpflichtung und Weihnachtsfeier die nächste und man fragt sich zurecht: Wo bleibt denn da der oft so hochgelobte Weihnachtsfrieden? Ich gebe zu: Ich bin ein Weihnachtsfreak. Ich liebe Weihnachten und die Adventszeit. Auch wenn ich selbst manchmal immer noch in kleine Stressfallen tappe, ist es mir in den letzten Jahren immer besser gelungen, diese zu reduzieren oder ganz einen Bogen drum herum zu machen. So kann ich diese wunderbare Zeit in vollen Zügen genießen. In diesem Beitrag teile ich gerne ein paar meiner Tipps für eine möglichst stressfreie Weihnachtszeit.

Tipp #1: Genieße die Magie dieser Jahreszeit

Auch wenn Du kein Weihnachtsfreak bist wie ich – versuch mal die Kleinigkeiten wahrzunehmen, die diese Jahreszeit so besonders machen. Der Duft, der in der Luft liegt, Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt oder auch nur der kleine Glocken-Jingle im Radio. Vielleicht versuchst Du einen Tag lang, die Welt durch Kinderaugen zu sehen und lässt Dich mal wieder so richtig verzaubern.

Weihnachtsdekoration auf einem Holztisch

Die Welt durch Kinderaugen sehen.

Tipp #2: Schalte bewusst einen Gang runter

Früher war vor allem die Weihnachtszeit die Zeit, in der man sich zurückzog. Die Vorräte wurden knapp und man bereitete sich bewusst auf das große Fest vor, das man dann in vollen Zügen genoss. Vielleicht schaffst Du es auch, Dir bewusst Auszeiten zu gönnen, denn in der Ruhe liegt die Kraft. Genau diese Kraft darfst Du in dieser Zeit für das nächste Jahr sammeln.

Tipp #3: Die Sache mit den Geschenken

Jeder kriegt gern Geschenke. Ich auch ;-) – aber ich möchte nicht, dass sie mit Stress verbunden sind. Ich mag es auch nicht, wenn ich selber in Stress verfalle, weil mir einfach nichts einfällt. Deshalb sammle ich das ganze Jahr über Ideen (die ich teilweise schon früh besorge oder in einer Liste in meinem Handy festhalte). So habe ich dann meist Anfang Dezember schon für alle meine Liebsten eine Kleinigkeit.

Wahrscheinlich liest Du meinen Tipp dieses Jahr zu spät – aber Weihnachten kommt ja im nächsten Jahr (überraschenderweise) wieder.

Tipp #4: Nicht nach dem Perfekten streben

Weihnachten und die Adventszeit gehen oft mit dem Gedanken einher, dass alles perfekt sein muss. Aber hey, wer sagt schon, was perfekt ist? Hör mal in Dich rein und schau, wie Du Weihnachten und die Zeit davor gerne gestalten und vor allem wie Du Dich fühlen möchtest. Vielleicht gibt es die ein oder andere Tradition aus Deiner Kindheit, die Du wieder aufleben lassen möchtest? Und damit geht’s gleich zum nächsten Tipp...

Tipp #5: Erwartungen kommunizieren

... nämlich, dass Du Deine Wünsche und Vorstellungen auch mit Deinen Liebsten besprichst. Vor allem wenn Du in einer Partnerschaft bist oder vielleicht selbst eine Familie hast. Jeder verbindet unterschiedliche Gefühle und Traditionen mit Weihnachten und der Adventszeit. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass man leichte Spannungen und Missverständnisse sehr gut vermeiden kann, indem man mit seinen Liebsten bespricht, was man gerne erleben – oder auch nicht erleben möchte. Da kann es dann schon mal sein, dass man den seit Jahren gefühlt obligatorischen Besuch um ein paar Tage verschiebt, weil man den Weihnachtsabend an sich im kleinsten Kreis verbringen und auch kein stressiges Weihnachtsbaum-Hopping betreiben möchte.

Tipp #6: Bewusst JA oder NEIN sagen zu den vielen Möglichkeiten

In der „stillen“ Zeit geht’s meist noch so richtig zur Sache: Weihnachtsfeier hier, Plätzchenbacken dort, Geschenkebesorgen und noch vieles mehr. Hör auch hier auf Dich (siehe Tipp #5) und schau, was Dir wirklich Freude bereitet. Sag (selbst)bewusst JA zu diesen Dingen und Nein zu denen, die sich nicht stimmig anfühlen. Hab dabei im Hinterkopf, dass ein „Ja“ in mancher Situation eventuell ein „Nein“ für Dich und Deine Familie bedeutet.

Tipp #7: Schreibe eine Dankbarkeitsliste für das vergangene Jahr

Dankbarkeit ist die kleine Schwester von Zufriedenheit sagt man. Ich bin mir sicher, Du findest genauso wie ich viele wunderbare Dinge im letzten Jahr, für die Du von Herzen dankbar sein kannst. Klar gab es Tiefschläge (bei mir auch!) und auch die dürfen sein. Aber meist legen wir den Fokus stärker auf diese und deshalb ist es so bereichernd, sich intensiv Zeit zu nehmen, um die schönen Dinge hervorzuheben – und idealerweise sogar niederzuschreiben. Versuch’s mal. Nimm Dir dafür Zeit – mach’s Dir gemütlich und dann schwelge in positiven Erinnerungen – und vielleicht schon in motivierenden Ideen für das neue Jahr.

Ich hoffe, dass der ein oder andere Tipp für Dich dabei war und wünsche Dir von Herzen eine zauberhafte Weihnachtszeit für Dich und Deine Liebsten. Wir lesen, hören oder sehen uns dann hoffentlich im nächsten Jahr.

Let the magic flow!

All the best & namasté

Andrea

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