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Coronavirus (COVID-19)

Nachgefragt: MS-Patientin Celina über ihre COVID-19-Impfung

5 Minuten

Veröffentlicht am 17.08.2021  von  trotz ms Redaktion

Aufgrund ihrer MS und ihrer Therapie hatte Celina zunächst Bedenken, ob sie sich gegen COVID-19 impfen lassen soll. Schließlich hat sie sich aber bewusst für die Impfung entschieden. Im Interview spricht sie über ihre Erfahrungen.

Celina ist 56 Jahre alt und arbeitet im Verwaltungsbereich eines Krankenhauses in Teilzeit. Im Oktober 2014 erhielt sie die Diagnose „schubförmige MS“. Sie erhält eine B-Zell-Therapie zur Behandlung ihrer MS.

Liebe Celina, Du bist bereits vollständig gegen COVID-19 geimpft. Wann und wo hast Du Deine COVID-19-Impfungen erhalten?

Die erste Impfung war Anfang März und ich habe einen Vektorimpfstoff erhalten. Die zweite Impfung erfolgte dann Mitte Mai mit einem mRNA-Impfstoff. Ich arbeite in einem Krankenhaus. Dort haben wir als Mitarbeiter:innen früh die Möglichkeit bekommen, uns impfen zu lassen.

Hattest Du vor der Terminvereinbarung Zweifel, Dich als MS-Patientin impfen zu lassen? Was waren Deine Bedenken?

Ich habe mir sehr viele Gedanken darüber gemacht, welche Auswirkungen die Impfung wohl haben könnte: Mindert der Impfstoff die Wirksamkeit meiner Therapie? Oder umgekehrt: Beeinflusst meine Therapie die Wirksamkeit der Impfung und damit den Schutz vor COVID-19? Zudem habe ich mich gefragt, ob die Impfung einen Schub auslösen könnte.

Was hat Dich letztendlich überzeugt, Dich impfen zu lassen?

Ich habe mit meinem Neurologen gesprochen, der mir die Impfung klar empfohlen hat und mir meine Sorgen weitestgehend nehmen konnte. Zusätzlich habe ich mich beispielsweise im Internet informiert. Mein Arbeitgeber hat uns Mitarbeiter:innen auch regelmäßig in Video-Konferenzen über die COVID-19-Impfung aufgeklärt. Dadurch habe ich eine gewisse Sicherheit erlangt. Zur Impfung bewogen hat mich dann auch das Bewusstsein, mit einer Impfung nicht nur mich zu schützen, sondern auch die Allgemeinheit. Dieser solidarische Gedanke war mir auch sehr wichtig.

Welche Besonderheiten hast Du bei der Terminvereinbarung der COVID-19-Impfung beachtet – auch in Bezug auf Deine MS-Therapie? Wie hat Dich Dein Behandlungsteam dabei unterstützt?

Ich wusste, dass ich bei meiner Therapie einen bestimmten Abstand zwischen Infusion und Impfung einhalten sollte. Als ich das Angebot für die Impfung von meinem Arbeitgeber erhalten hatte, habe ich bei meinem Neurologen angerufen und wir haben gemeinsam den Termin für meine Impfung besprochen.

Was bedeutet es für Dich, als MS-Patientin die COVID-19-Impfung erhalten zu haben? Worauf freust Du Dich am meisten, wenn die COVID-19-bedingten Einschränkungen endlich wegfallen?

Ich bin durch die Impfung beruhigter und blicke in eine Zukunft mit einem normaleren Leben als im vergangenen Jahr. Ich freue mich auf Familienfeiern, Urlaube, Restaurantbesuche oder einfach nur den Besuch im Schwimmbad – wieder ganz normal leben wie früher.

Gibt es etwas, das Du anderen MS-Betroffenen aus Deiner persönlichen Erfahrung in Bezug auf die COVID-19-Impfung mit auf den Weg geben möchtest?

Ich kann Betroffenen nur raten, lasst euch impfen und seid solidarisch. Die Bedenken bezüglich der Impfung haben sich bislang bei mir nicht bestätigt und ich bin froh, geimpft zu sein.

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