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Sport & Ernährung

Anti-entzündliche Nahrungsmittel bei MS

5 Minuten

Veröffentlicht am 27.02.2019  von  trotz ms Redaktion

Bei der MS schädigen Entzündungsprozesse die schützenden Nervenhüllen – so viel steht fest. Weniger belegt ist, inwieweit die Ernährung Einfluss auf Deine MS nehmen kann. Experten vermuten aber, dass entzündungshemmende Nahrungsmittel den Krankheitsverlauf zumindest etwas beeinflussen können.

Rotes Obst und Gemüse

Mit Pflanzenpower gegen Entzündungen

Verschiedene Inhaltsstoffe in unseren Lebensmitteln können sich positiv auf Entzündungsprozesse im Körper auswirken. Dazu gehören Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Aber wie können diese Substanzen Entzündungen hemmen? Viele pflanzliche Inhaltsstoffe wirken antioxidativ. Das heißt, sie können den Körper vor aggressiven Sauerstoffverbindungen schützen, die Entzündungen im Körper anfeuern. Sie entstehen bei normalen Stoffwechselvorgängen, ihre Bildung wird aber durch Umwelteinflüsse und Stress gesteigert.

Wichtige Antioxidantien sind die Vitamine A, C und E sowie Beta-Carotin. Aber auch viele sekundäre Pflanzenstoffe – bioaktive chemische Verbindungen in Pflanzen – können entzündungshemmend wirken:

  • Polyphenole
    kommen als Farb- und Geschmacksstoffe in Pflanzen vor. Sie sind besonders in rotem oder violettem Obst und Gemüse, wie Trauben, Beeren oder Oliven, enthalten.
  • Sulfide
    sind schwefelhaltige Verbindungen, die für den typischen Geschmack von Zwiebeln, Knoblauch und Co. sorgen.
  • Curcumin
    ist in Kurkuma enthalten. Es wird als Gewürz und zum Färben von Lebensmitteln verwendet. Neben seiner antioxidativen Wirkung kann es auch Schmerzen lindern.
  • Capsaicinist
    der Scharfmacher in Chili und Paprikaschoten. Es wirkt auch gegen Schmerzen und fördert die Durchblutung.

Diese Inhaltsstoffe solltest Du in Form von Obst und Gemüse zu Dir nehmen – nicht über Nahrungsergänzungsmittel. So kannst Du am besten von der gesundheitsfördernden Wirkung profitieren.

Gute Fette, schlechte Fette

Die Fette in unserer Nahrung setzen sich aus verschiedenen Fettsäuren zusammen. Auch diese spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation von Entzündungsprozessen im Körper. Im Fokus stehen dabei zwei Fettsäuregruppen: Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Omega-6-Fettsäuren benötigt der Körper, um entzündungsfördernde Stoffe, wie beispielsweise Arachidonsäure, herzustellen. Omega-3-Fettsäuren können Entzündungen dagegen hemmen. Die Anti-entzündliche Diät zielt daher darauf ab, die Menge der „guten“ Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung zu erhöhen. Gute Quellen sind fette Seefische wie Makrele, Lachs und Hering; aber auch Pflanzenöle wie Raps-, Lein- oder Walnussöl. Rotes Fleisch und Milchprodukte solltest Du eher wenig essen, da hier vor allem Omega-6-Fettsäuren enthalten sind.

Kurz & Knapp

Verschiedene Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln wirken entzündungshemmend. So könnte sich durch die Ernährung der Verlauf der MS positiv beeinflussen lassen.

*Quellen:
Neurology.org
NCBI

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