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Lea, MS-Fachkraft, 30 Jahre

Blog Starke Worte

MS-Fachkräfte: Deine Unterstützung für mehr Adhärenz

6 Minuten

von  Lea

Adhärenz trägt entscheidend zum Erfolg Deiner MS-Therapie bei. Die Berücksichtigung Deiner Bedürfnisse bei der Therapieentscheidung sowie die Unterstützung durch Deine MS-Fachkraft können Dir helfen, Dein Therapieziel besser zu erreichen.

Vielleicht hast Du den Begriff schon einmal gehört, aber was bedeutet überhaupt „Adhärenz“? Die Adhärenz oder auch Therapietreue ist ein wichtiger Faktor in der Therapiefindung und -begleitung. Der Begriff beschreibt, inwieweit Du gemeinsam mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin getroffene Absprachen einhältst. Du verhältst Dich also adhärent, wenn Du beispielsweise Deine Therapie wie verordnet anwendest, Dich wie besprochen ausgewogen ernährst und regelmäßig bewegst. Früher wurde häufig der Begriff „Compliance“ verwendet. Der Unterschied beider Begriffe besteht darin, dass die Compliance sich nur auf das Einhalten der vom Arzt oder der Ärztin bestimmten Vorgaben bezieht. Bei der Adhärenz geht es dagegen vordergründig um die gemeinsame Entscheidungsfindung, bei der Du bei allen Empfehlungen rund um Deine Erkrankung aktiv mit entscheidest und mitwirkst.

Lea reicht einer Frau etwas über den Tresen

Gemeinsam zur optimalen Therapie

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Therapiemöglichkeiten für die Multiple Sklerose. In der Therapiefindung hast Du dabei ein Mitspracherecht. Jede und jeder von uns ist individuell und hat individuelle Wünsche und Ziele. Deshalb ist es wichtig, dass Du diese Deinem Behandlungsteam mitteilst. So könnt Ihr gemeinsam die passende Therapie für Dich finden und begleitende Absprachen treffen. Natürlich muss der jeweilige Krankheitsverlauf dabei berücksichtigt werden. Solltest Du Änderungen wünschen oder erwägen, ist es wichtig, diese immer mit dem Neurologen oder der Neurologin zu besprechen.

Unterstützung bei der Adhärenz

Wir MS-Fachkräfte sind für die Einstellung der jeweiligen Therapie zuständig und geben wertvolle Tipps und Tricks, um diese bestmöglich in den Alltag integrieren zu können. Wir stehen mit Rat und Tat im weiteren Verlauf unterstützend an Deiner Seite. Manche Symptome oder Herausforderungen, die während der Therapie oder aufgrund der Erkrankung auftreten können, können unangenehm anzusprechen sein – beispielsweise plötzliches Wasserlassen oder Taubheitsgefühl im Genitalbereich. Jedoch ist es wichtig, auch diese mit Deinem Behandlungsteam zu thematisieren. Gerade in solchen Situationen ist es besonders hilfreich, eine vertraute Ansprechperson in der jeweiligen Praxis zu haben. Das sind wir MS-Fachkräfte. Wir können die Informationen wenn nötig weiterleiten und gemeinsam eine Lösung finden. Ich persönlich lege daher Wert darauf, mit unseren Patient:innen in der Praxis sehr freundschaftlich umzugehen und viel Verständnis für die Erkrankung und aktuelle Situation zu zeigen.

Die Lebensqualität von therapietreuen Patient:innen ist sehr viel höher.

Erfahrungsgemäß zeigen therapietreue Patient:innen eine höhere Zufriedenheit. Sie weisen weniger neurologische Probleme auf und haben insgesamt ein geringeres Schubrisiko. Aufgrund der regelmäßigen und korrekten Anwendung der Therapie und des geringen Schubrisikos folgen auch weniger Krankenhausaufenthalte.

Mein Tipp: Versuch immer „am Ball zu bleiben“ und die Therapie zuverlässig fortzuführen. Lass den Kopf nicht hängen, auch wenn es mal Rückschläge geben sollte. Versuch immer gemeinsam mit Deinem Behandlungsteam eine passende Lösung zu finden – denn dafür ist es da.

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