Zurück
Familie & Partnerschaft

MS und Partnerschaft: Das Miteinander neu definieren

5 Minuten

Veröffentlicht am 15.09.2017  von  trotz ms Redaktion

„Das Schönste aber hier auf Erden ist lieben und geliebt zu werden“ wusste schon Wilhelm Busch. Dabei kann das Thema „MS und Partnerschaft“ zu einer Bewährungsprobe für Betroffene und ihre Partner werden. Wer sich ein glückliches Miteinander bewahren möchte, muss sich gemeinsam neu orientieren.

Ein Paar liegt kuschelnd auf einer Wiese

In einer Partnerschaft sollte die MS ein offenes Thema sein – aber nicht den gemeinsamen Alltag bestimmen.

Wie wirkt sich MS auf eine Beziehung aus?

Die Diagnose MS ist für Dich und Deinen Partner eine Wegmarke, die Eurer Beziehung eine neue Richtung gibt. Durch die neue Situation kommen einige Herausforderungen auf Euch zu. Jetzt gilt es auszuloten, wie Ihr als Paar damit zurechtkommen könnt. Das schließt auch mit ein, gemeinsame Pläne und Zukunftsvorstellungen zu überdenken und an die neue Situation anzupassen. Überlegt, wie Ihr gemeinsam den Alltag stemmen könnt, wenn die MS weiter fortschreitet und mögliche Beeinträchtigungen auftreten. So seid Ihr im Ernstfall vorbereitet.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sich Eure Beziehung von Grund auf ändern muss. Macht nicht den Fehler und lasst die MS-Erkrankung Euer Leben bestimmen. Wenn möglich, lebt weiter wie bisher. Vielleicht ist es auch erforderlich, sich bewusst zu machen, dass sich bisher bewährte Rollen ändern können: Vielleicht wirst Du in Zukunft öfters als gewohnt schwach und hilfsbedürftig sein. Dann ist Dein Partner gefragt, für Dich da zu sein.

MS und Partnerschaft: Gegenseitige Unterstützung macht stark

Dein Partner kann Dir eine wichtige Stütze beim Verarbeiten der Krankheit sein. Wenn Ihr offen über Eure Hoffnungen und Ängste sprecht, schafft Ihr eine wichtige Grundlage, um die Situation zu bewältigen. Teilt Eure Sorgen und Nöte – so könnt Ihr Euch gegenseitig unterstützen und neue Lösungen für den Umgang mit der MS in Eurer Partnerschaft entwickeln. Daneben solltet Ihr als Paar Zeit verbringen, in der die Erkrankung keine Rolle spielt. Jetzt gilt es, Raum für anregende Gespräche, Entspannung oder Unternehmungen zu schaffen. So lenkt Ihr Euch von der Situation ab und gewinnt neue Energie für den Alltag.

Anregungen für Auszeiten zu zweit:

  • In Eurem Lieblingsrestaurant essen
  • Einen Spaziergang oder eine Wanderung in schöner Umgebung machen
  • Gemeinsam ins Kino gehen
  • Einen Kurztrip unternehmen
  • Bei einer Massage entspannen

Nähe und eine erfüllte Partnerschaft sind trotz MS möglich. Du bist dieselbe Person wie vor der Diagnose – das solltest Du Dir, aber auch Dein Partner sich bewusst machen. Wenn Ihr gemeinsam an einem Strang zieht, kann das Eure Beziehung nur noch stärker machen.

Und falls Ihr doch einmal Rat braucht, können Euch die Experten des Multiple Sklerose-Portals AMSEL weiterhelfen.

Kurz & Knapp

Das Auftreten von Multipler Sklerose verändert das Leben des Betroffenen und des Partners. Deshalb ist es wichtig, in der Beziehung einen gemeinsamen Weg für den Umgang mit der Erkrankung zu finden.

Deine Empfehlungen