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Familie & Partnerschaft

MS-Patienten unterstützen: Dem Partner ein Anker sein

4 Minuten

Veröffentlicht am 02.06.2020  von  trotz ms Redaktion

Füreinander da sein und dem MS-Kranken eine Stütze sein: Viele Partner von Menschen mit MS fragen sich, wie sie ihre Liebsten am besten unterstützen können: nach der Diagnose, im Alltag, bei Arztterminen und während der Therapie. Immer bewegt die Frage: Was kann ich tun, um meinem Partner mit MS Rückhalt zu geben?

Unsere Checkliste gibt Dir Anregungen, wie Du Deinem Partner am besten zur Seite stehen kannst

  • Verständnis entwickeln: MS ist für Dich noch Neuland? Dann informiere Dich ausführlich über die Erkrankung. Nur so verstehst Du, was im Körper Deines Partners vorgeht und welche Herausforderungen auf Euch zu kommen.
  • Dabei sein: Der nächste Arzttermin steht an? Biete an, Deinen Partner zu begleiten. So erfährst Du aus erster Hand mehr über die aktuelle Situation und kannst Fragen stellen. Außerdem gilt: Vier Ohren hören mehr als zwei.
  • Positiv bleiben: Menschen mit MS können mit der richtigen Therapie aktiv am Leben teilnehmen. Mach Deinem Partner Mut, zuversichtlich nach vorne zu blicken.
  • Motivieren: Ob Therapie, begleitende Maßnahmen oder körperliches Training – manchmal scheint alles zu viel oder bedeutungslos. In solchen Situationen hilft es, wenn uns jemand antreibt weiterzumachen.
  • Offen sprechen: Lass Dich auf Deinen Partner ein und tausche Dich offen mit ihm aus – über Eure Ängste, Hoffnungen, Wünsche und Träume. Das befreit und verbindet.
  • Anteilnehmen: Lösungsorientiertheit ist gut. Doch ab und an ist es wichtig, dem Partner einfach nur zuzuhören: Gib ihm Raum für alles, was ihn bewegt.
  • Umdenken: Die Aufgaben in Haus/Wohnung, Garten und Familie sind klar verteilt? Jetzt ist Deine Flexibilität gefragt: Je nach Tagesform kann es sein, dass Du die To-dos Deines Partners übernehmen musst.
  • Entlasten: Ob Behördengang, Kontakt zur Krankenkasse oder zur Rentenversicherung – unterstütze Deinen Partner, indem Du für ihn Informationen einholst.
  • Raum geben: Freunde, Hobbys, Zeit für sich alleine – lass Deinem Partner genügend Freiraum für Dinge, die er gerne hat.
  • Denkanstöße geben: Dein Partner kreist um sich selbst und fühlt sich unverstanden? Schlage vor, dass er sich Gleichgesinnte sucht und einer Gruppe von Menschen anschließt, denen es ähnlich geht. Dein Partner befindet sich schon seit längerem in einem Tief? Vielleicht kann ihm ein Experte helfen. Sprich das Thema vorsichtig an.

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