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Nicole, MS-Betroffene, 45 Jahre

Nicole

MS-Betroffene Nicole stellt sich vor

5 Minuten

Veröffentlicht am 17.11.2017 von Nicole

Hallo, mein Name ist Nicole. Ich bin 45 Jahre alt und wohne in Laufach im schönen Spessart. Ich bin seit 25 Jahren glücklich verheiratet. Mein Mann ist für mich ein Gottesgeschenk – immer für mich da. Wir haben eine wundervolle Tochter. Sie ist 23 Jahre alt und bereitet uns nur Freude.

Ein ständiges Auf und Ab

Ich bin gelernte Bäckereifachverkäuferin und beziehe seit 2010 aufgrund meiner MS-Erkrankung die Erwerbsminderungsrente. Denn bei mir wurde 2008 der schubförmige MS-Verlauf diagnostiziert und sofort eine Basistherapie eingeleitet. Leider reagierte ich auf das Medikament mit starken Nebenwirkungen, so dass ich 14 Tage in die Klinik musste. Als ich mich wieder erholt hatte, bekam ich ein neues Medikament. Das habe ich zwar etwas besser vertragen, aber auch hier traten Nebenwirkungen auf. Also setzten wir es wieder ab. Ich nahm ein halbes Jahr nichts, bis mein Neurologe sagte, es sei ein neues Medikament zugelassen worden, das etwas für mich wäre. Es bestehe die Möglichkeit, dass ich an der Studie teilnehmen könne, in der ich engmaschig kontrolliert werden würde. Das war meine Chance!

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Ich habe das Medikament sieben Jahre genommen – völlig schubfrei!!! Ich war so glücklich. Im Mai 2016 hatten mein Mann und ich eine Woche AIDA gebucht, da wir Silberhochzeit hatten. Die Kreuzfahrt war ein Traum von uns. Eine Woche vor der Abreise hat die MS uns aber leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ausgerechnet jetzt zerplatzte unser Traum – wie eine Seifenblase!
Ich lag völlig fertig mit den Nerven in der Klinik. Mir wurden Infusionen ohne Ende verabreicht. Zuhause angekommen musste ich noch viele Wochen starke Medikamente nehmen. Ich dachte, das Schlimmste sei überstanden. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Es war wohl alles zu viel für meinen Körper und ich reagierte mit einem Mega-Schub!

Dein Körper kann alles schaffen. Es ist Dein Geist, den Du überzeugen musst!

Mein rechtes Bein und beide Hände waren taub. Ich konnte schlecht laufen, mich nicht waschen und so weiter. Deshalb war ich auf die Hilfe meiner Familie angewiesen. Jetzt spielte mir meine Psyche auch noch einen Streich. Das kommt bei MS sehr oft vor. Ich sah keine Hoffnung mehr. Mein Mann hat mich immer wieder aufgebaut und mich aus dem tiefen Tal des Grauens geholt.

Zusammen schafft man alles

Mein Neurologe hatte immer ein offenes Ohr und Verständnis für mich. Er baute mich auf und sagte: „Das wird wieder.“ Er stellte meine Medikamente neu ein und wollte mich täglich drei Wochen lang sehen. Das tat mir gut. Jetzt bin ich fast wieder die Alte und genieße das Leben viel bewusster und voller Dankbarkeit. Ich bitte Gott, dass ich das neue MS-Medikament auf Dauer vertrage

Nur wer die Tiefen des Lebens kennt, lernt die Höhen zu schätzen.

Mein Mann und ich wollen uns unseren Traum auf jeden Fall erfüllen, mit der AIDA nächstes Jahr in See zu stechen. Ich hoffe, Ihr kennt mich jetzt ein wenig und ich konnte Euch zeigen: Egal, was kommt, es geht immer weiter. Ich würde mich freuen, wenn Ihr weiter an meinem Lebensweg teilnehmen wollt.

Bis bald
Eure Nicole

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