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Carsten, MS-Betroffener, 47 Jahre

Betroffene

MS-Betroffener Carsten stellt sich vor

4 Minuten

Veröffentlicht am 15.09.2017  von  Carsten

Papa trotz MS. Das ist Carsten. Der MS-Betroffene berichtet in seinen Beiträgen von seinem Vatersein, dem Familienleben und seinen Erfahrungen mit Multipler Sklerose im Berufsleben.

Mein Name ist Carsten. Ich bin 47 Jahre alt und wohne im beschaulichen Örtchen Schaafheim. Das liegt im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen. Gebürtig stamme ich aus Kerpen bei Köln, ich bin also eine rheinische Frohnatur mit einer positiven Grundeinstellung.

Ich bin seit sieben Jahren glücklich verheiratet und im März dieses Jahres Vater eines kleinen Jungen mit Namen Colin Luca geworden. Vom Beruf her bin ich gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann. Bis Mitte März 2017 habe ich in Teilzeit (30 Stunden Woche, Reduzierung aufgrund der MS) bei einem Logistikdienstleister für die Pharmaindustrie im Bereich Vertrieb und Marketing gearbeitet. Seit der Geburt unseres Sohnes nehme ich nun für drei Jahre die Elternzeit in Anspruch.

Die Diagnose MS habe ich im Jahr 2009 erhalten. Im Vorfeld hatte ich aufgrund meiner Symptome im Internet recherchiert. Daher war die Diagnose letztendlich kein Schock, sondern leider nur die Bestätigung der eigenen Vermutung. Bei mir wurde ein schubförmiger MS-Verlauf diagnostiziert. Deshalb ist direkt nach der Diagnose die Basistherapie eingeleitet worden – leider ohne Erfolg. Im Anschluss hatte ich noch weitere Schübe. Dann hatte ich das Glück, in eine Studie zu einem neuen Medikament zu gelangen, welches kurz vor der Zulassung stand. Dieses Medikament nehme ich nun seit 2010. Im Jahr 2012 hatte ich noch einen weiteren und bis jetzt letzten Schub.

Meine Hobbys sind meine kleine Familie, unser Haus und unser Garten, Reisen, Lesen und Fußball (nur gucken, nicht spielen ).

Warum ich hier schreibe?

Ich bin aufgrund meiner ungewöhnlichen Situation „Mann mit MS übernimmt Elternzeit“ gefragt worden, ob ich mir vorstellen könne, meine Erfahrungen, Sorgen oder auch Erlebnisse mit anderen MS-Betroffenen zu teilen. Dies ist für mich absolutes Neuland, aber ich freue mich auf diese Herausforderung. Vielleicht kann ich hier anderen MS-Betroffenen die eine oder andere Hilfestellung geben.

Zum Abschluss möchte ich mich an dieser Stelle mit meinem Slogan verabschieden, den ich für mich und meine MS als Motto habe: Wer resigniert, verliert. Don‘t give up!

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